[DIY] Wie baue ich eine stabile Transportbox?


Die Transportbox ist ein Gegenstand, den man eher selten im Alltag mit seinem Hamster benötigt. Dennoch ist es wichtig, dass sie im Einsatz zuverlässig funktioniert und der Hamster daraus nicht ausbrechen kann. In der Regel benutze ich Boxen aus Plastik, wenn ich Hamster abhole oder mit ihnen zum Tierarzt fahre, aber leider haben sie den Nachteil, dass sie leicht angenagt werden können, und manche Hamster waren schon schlau genug, den Deckel der Box zu öffnen. Nach mehrmaligem Gebrauch sehen die Boxen dann so aus:

Als ich einen Hamster nach Bayern vermittelt habe und dieser per Tierspedition reisen sollte, konnte er selbstverständlich nicht in einer Plastikbox verschickt werden. Es musste eine andere Lösung her.

Da ich handwerklich nicht allzu ungeschickt bin, entschied ich mich, eine Box zu bauen. Die Idee dafür habe ich in einem Hamsterforum entdeckt.

Alle verwendeten Materialien bekommt man in jedem Baumarkt.

 

So wird die Box gebaut:

 

Als Basis dient eine Allzweckkiste:

Für den alltäglichen Gebrauch reicht eine Kiste mit den Maßen 30 x 20 x 14 cm (L x B x H).

 

Für den Transport nach Bayern wählte ich die größere Variante von 40 x 30 x 23 cm, da der Transport über Nacht ging und der Hamster sich nicht wie in einer Sardinenbüchse fühlen sollte.

 

Zuerst streicht man das Holz Innen mit Spielzeuglack an:

Der Lack versiegelt das Holz zwar nicht vollständig, aber gut genug, dass man feucht auswischen und mit Spray desinfizieren kann.

 

Der dünne Boden der Allzweckkiste muss unbedingt verstärkt werden. Das kann man mit einer dickeren Holzplatte bewerkstelligen, die passgenau zugeschnitten und hineingelegt wird. Oder man nimmt Alublech:

Die Schnittkanten vom Blech sind scharfkantig. Am besten versteckt man sie unter Aluleisten mit V-Profil. Damit eliminiert man außerdem die Nageansätze in den Ecken. Wenn Hamster ausbrechen wollen, suchen sie nämlich immer in den Ecken oder am Deckel nach Schwachstellen. Die Leisten können mit Aquariensilikon angeklebt werden.

Als nächstes widmet man sich dem Deckel. Für diesen habe ich mich an den Außenmaßen der Kiste orientiert und vier Holzleisten der Länge entsprechend zurechtgesägt. Die Leisten haben eine Stärke von 20 x 10 mm.

Eigentlich sollte es reichen, die Leisten mit Ponal zu verleimen. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann aber auch zusätzlich Schrauben reindrehen. Sobald das Ponal getrocknet ist, können die Scharniere und der Draht befestigt werden.

Auf keinen Fall sollte man hier "Kaninchendraht" verwenden, da dieser nur geflochten ist und die Maschen erweitert werden können, bis ein Hamster hindurchpasst. Ideal ist 4-Punkt geschweißter Volierendraht. Diesen kann man ganz einfach mit einem Tacker auf der Innenseite des Deckels befestigen. Nicht außen, da der Hamster sonst den Rahmen anknabbert!

Mit dem Volierendraht werden auch die Handgriffe gesichert. Als Nächstes wird der Deckel an der Außenseite der Kiste festgeschraubt:

Der Deckel sollte nun exakt aufliegen:

Zum Schluss muss an die Kiste noch ein Verschluss. Ich habe dafür eine Überfalle gewählt, die beispielsweise mit einem Karabiner gesichert werden kann:

Fertig ist die DIY Transportbox!

 

(Wenn so eine Box für den Transport mit einer Spedition verwendet werden soll, müssen noch Abstandhalter angebracht werden, damit sie nicht zugestellt werden kann. Die Spedition, mit der ich den Hamster verschickte, setzt das sogar voraus.)