(Heim)Tierhandel - Hamster und andere Tiere als Ware


26.11.2017:

 

Woher kommen die Tiere, die in Zoohandlungen verkauft werden? Wenn man im Laden danach fragt, bekommt man meistens die Antwort, dass sie von einem kleinen Züchter aus der Region stammen. Das klingt erst einmal gut, und wenn man die Tiere in den sauberen Schaukästen herumwuseln sieht, ist man schnell überzeugt, ein gesundes Tier aus einer vorbildlichen Zucht zu bekommen.

 

Doch stimmt das mit der Herkunft, und sind die Tiere wirklich alle gesund?

 

Gleich vorweg: Seriöse Hobbyzüchter verkaufen niemals an Zoohandlungen, sondern direkt an den Endabnehmer, da er nur so eine Kontrolle darüber hat, wer sie kauft! Da die meisten Züchter für ihren Nachwuchs nur das beste wollen, führen sie mit Interessenten Vorgespräche und stellen sicher, dass diese ihr Wunschtier artgerecht halten können.

 

Ein guter Züchter kennt sich bestens mit der Genetik „seiner“ Tierart aus und vermeidet Verpaarungen, aus denen Totgeburten oder Missbildungen bei den Jungtieren resultieren können.

 

Bei einem seriösen Züchter werden beispielsweise junge Goldhamster, je nach Entwicklungsstand, mit spätestens 30 Tagen nach Geschlechtern getrennt und verbleiben in ihren Gruppen, bis sie mit einem Mindestgewicht von 80 Gramm bereit zur Abgabe sind. Sie lernen mehrere Sorten Frischfutter kennen und haben ein starkes Immunsystem. Außerdem werden sie von klein auf behutsam an die Hand gewöhnt und sind bei der Abgabe weder scheu noch ängstlich.

 

Die meisten seriösen Hobbyzüchter nehmen um die 20 Euro für ihre Hamster. Der Preis ist absolut gerechtfertigt, da die Aufzucht nicht billig und mit einigem Aufwand verbunden ist.

 

Wo kommen die Hamster und andere Tiere in den Zoohandlungen aber dann her, wenn Hobbyzüchter mehr Geld nehmen als Zoohandlungen und nicht an diese verkaufen?

 

Die Antwort darauf gefällt wohl den wenigsten, aber ich halte Aufklärung darüber für wichtig. Man muss eigentlich nur wie ein Geschäftsmensch denken, um zu begreifen, was hinter den Kulissen passiert. Zoohandlungen machen den meisten Umsatz mit Zubehör und Futtermitteln, aber auch beim Einkauf und Verkauf der angebotenen Tiere geht es darum, Gewinn zu machen. Man kauft etwas ein und verkauft es teurer weiter. Ganz einfaches Prinzip.

 

Hier eine einfache Rechnung:

 

Ein Hamster in der Zoohandlung kostet im Schnitt zwischen 12 und 15 Euro.

 

Damit die Zoohändler an Hamstern verdienen, müssen sie die Tiere günstiger einkaufen, nämlich bei dem „netten, kleinen Züchter aus der Gegend“.

 

Wenn es jetzt tatsächlich ein Hobbyzüchter wäre, der die Jungtiere optimal aufzieht und die Muttertiere zwischen den Würfen schont (also nicht wie am Fließband werfen lässt), würde dieser Züchter mehr Verlust als Umsatz machen, da die Zoohändler geschätzt den halben Preis vom angestrebten Verkaufswert zahlen.

 

Die Lösung des Problems sieht für den angeblichen Hobbyzüchter deshalb aus wie folgt: Da er, sollte er tatsächlich eine eigene Zucht haben, selbst nicht viel daran verdient und kaum die hohe Nachfrage nach Jungtieren bedienen kann, kauft er zusätzlich Tiere ein, deren Preise weit unter seinen Verkaufspreisen liegen. Das bedeutet, dass er Hamster für ca. 2 Euro einkauft und für 5 – 7 Euro an die Zoohandlung weiterverkauft.

 

Report Mainz“ brachte 2015 einen Bericht in der ARD und hat hinter die Kulissen dieses Geschäfts blicken lassen. Ein angeblicher Hobbyzüchter entpuppte sich dabei als Großhändler:

Fast alle Hamster in meiner Pflegestelle stammen ursprünglich aus Zoohandlungen. Die Halter waren aufgrund schlechter Beratung mit ihren Schützlingen überfordert oder haben trächtige Hamster gekauft und wurden den Nachwuchs nicht los. Manchmal hatten die Kinder auf das Tier keine Lust mehr, oder der Hamster drohte zusätzliche Kosten zu verursachen, weil er krank wurde.

 

Ob ein Hamster sich überhaupt für eine Familie oder Einzelperson als Haustier eignet, könnte man durch ausführliche Vorgespräche klären und ggf. eine Absage erteilen. Letzteres geschieht in Zoohandlungen offensichtlich zu selten, genauso wie eine zuverlässige Geschlechtertrennung.

 

Was die Beratung in Bezug auf die Haltung von Hamstern angeht, gibt es aber durchaus Unterschiede, die ich sogar an meinem Wohnort spüre. Während die eine Zoohandlung größtenteils tiergerechtes und hochwertiges Zubehör anbietet und kein Käfig unter 80 cm lang ist, verkauft die andere leider auch kleine Plastikknäste, in denen sich kein Hamster wohlfühlen kann. In selbiger Zoohandlung wollte man mir sogar weismachen, die Hamster hätten durch die jahrzehntelange Zucht kein Interesse mehr zu graben.

Mein früheres Hamsterweibchen Sunny hatte einen richtigen Bau im Kleinformat.

"Hamster graben nicht? Fuck the system!"

Ex-Pflegling Fluse hatte sich unter dem Sandbad eine Höhle gegraben und dort am liebsten geschlafen.

Der eigentliche Witz aber ist, dass beim Kauf eines Hamsters ein Infoblatt mitgegeben wird, auf dem die Haltungsempfehlungen der tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz e.V. stehen. Dem Kunden gefällt vielleicht ein "Duna Fun" mit den Maßen 55 x 39 x 37,5 cm und kauft ihn für seinen Goldhamster, den er entweder direkt im Anschluss oder einen Tag später holt. Dann bekommt er mit dem Hamster das Infoblatt ausgehändigt auf dem steht, dass die Gehegegröße 100 x 50 x 50 cm auf keinen Fall unterschreiten sollte.Als Käufer dürfte man sich ziemlich verarscht vorkommen, weil man 60 - 70 Euro für den Miniknast zum Fenster herausgeworfen hat und der Verkäufer meinte, der Käfig sei in Ordnung, wenn man den Hamster ab und zu frei laufen lässt.

Der Wille, möglichst schnell ein größeres, geeignetes Gehege zu kaufen, ist dann oft nicht da.

 

Da die TvT nur Empfehlungen aussprechen kann und es für Hamster keine gesetzlich vorgeschriebenen Haltungsbedingungen gibt, ist der Verkauf und Erwerb zu kleiner Käfige leider legal, sehr zu Lasten von Hamstern und ihren Haltern.

 

Im September und November erreichten mich zwei auf Zoohandlungen bezogene Hilferufe, die mich noch immer beschäftigen.

 

Hilferuf Nummer 1 betraf eine Familie, die sich in der Zoohandlung mit den Minikäfigen einen Goldhamster gekauft hatten, der – man glaubt es kaum – trächtig war. Bei der Geschlechtertrennung der Jungtiere brauchten sie etwas Hilfe, worauf ich selbstverständlich nicht nein sagte. Muss ja nicht sein, dass durch eine zu späte Trennung oder Verwechslung der Geschlechter noch mehr Hamster entstehen.

 

Bei der Zoohandlung hat sich die Familie jedenfalls beschwert und den Vorschlag unterbreitet bekommen, die Kleinen doch gegen einen Futtergutschein dort abzugeben. Ist auch eine Möglichkeit, um günstig an Nachschub zu kommen, gell? Ich will zwar nicht sagen, dass dort vorsätzlich Hamster beider Geschlechter zusammengesetzt werden, aber gerade bei diesem Geschäft ist das nicht zum ersten Mal passiert.

"Unsere Eltern wurden als Männchen verkauft!"

Hilferuf Nummer 2 erreichte mich per Mail. Es ging um einen erst kürzlich gekauften Goldhamster, bei dem der Verdacht auf die Nassschwanzkrankheit („Wet Tail Desease“) bestand. Wet Tail befällt fast ausschließlich Jungtiere im Alter bis zu 8 Wochen. Die Ursache ist nicht gänzlich geklärt, jedoch besteht bei den kranken Hamstern in der Regel ein Zusammenhang mit einer zu frühen Trennung von der Mutter, Dauerstress, nicht ausreichender Gewöhnung an abwechslungsreiches Futter, einer Infektion mit Coli-Bakterien oder mangelhafter Hygiene.

 

Diese Krankheit kommt bei seriösen Hobbyzüchtern, die ihre Jungtiere optimal aufziehen, nicht vor. Wohl aber in Massenzuchtbetrieben und wenn die Jungtiere hunderte Kilometer durch die Gegend gekarrt werden, bis sie in der Zoohandlung sind und dort täglich während ihres nötigen Schlafs gestört werden, weil jemand gegen die Scheiben klopft oder ein Verkäufer das Häuschen anhebt, um die Hamster potenziellen Käufern zu zeigen.

 

Dann folgt schließlich der finale Umzug, der wieder Stress bedeutet. Fremde Leute wollen den Hamster sehen oder betatschen, schlimmstenfalls steht der Käfig im Kinderzimmer, es ist laut und das Tier kommt nicht zur Ruhe. Die Gabe von ungewohntem Futter ist dann der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringen kann.

 

Wet Tail ist in den meisten Fällen tödlich, und die Hamster überleben nur, wenn man sie schnellstmöglich zum Tierarzt bringt und sie behandelt.

 

Da gibt es nur leider ein weiteres Problem: Hamster aus Zoohandlungen sind nur selten an Hände gewöhnt und können regelrecht traumatisiert werden, wenn man ihnen den Kontakt aufzwingt. Auf dem Weg vom Massenvermehrer über den Großhändler in die Zoohandlung hatte der Hamster nie die Möglichkeit, positive Erfahrungen mit Menschen zu sammeln und ist in erster Linie verängstigt.

 

Bei einem aufgeschlossenen, eher mutigen Hamster dauert die Zähmung einige Wochen. Die Zeit hat man bei einem kranken Tier nicht, und nicht alle Hamster sind mutig und aufgeschlossen.

 

Für manche Leute besteht die Lösung deshalb darin, den Hamster wieder zurückzugeben oder ein totes Tier umzutauschen, als wäre es ein defekter Elektroartikel.

 

Dass ein Hamster den erneuten Umzugsstress plus die Krankheit überlebt, ist reine Glückssache, ebenso wie eine Behandlung durch einen kompetenten Tierarzt. Oder glauben Sie, liebe Leser, dass eine Zoohandlung ein Vielfaches dessen für eine Behandlung ausgibt, was der Hamster im Verkauf einbringt? Im günstigsten Fall wird der Hamster tatsächlich behandelt und mit irgendwelchen Hausmitteln geheilt. Im ungünstigsten Fall wird er dadurch zu Tode gequält oder von vornherein zum Sterben in den Quarantänebereich gebracht.

 

Der Hamster vom Hilferuf Nummer 2 soll überlebt haben. Das freut mich für den Hamster, auch wenn es mal wieder beweist, dass er Opfer einer Industrie ist, die auf Profit ausgelegt ist und nur deshalb existiert, weil die Nachfrage besteht. Seine Krankheit und sein Verhalten waren Hinweise auf seine Herkunft, bei der Verluste einkalkuliert sind.

 

Tote Tiere bekommen Besucher einer Zoohandlung selten zu sehen, weil sie vor Öffnung des Geschäfts aus den Verkaufsgehegen entfernt werden oder im nicht einsehbaren Quarantänebereich sind. Eine Bekannte von mir hat ein Praktikum in einer Zoohandlung gemacht und die Tierleichen in einer Mülltonne liegen gesehen.

 

Die Tierrechtsorganisation PeTA ist vor einigen Jahren bei Recherchen zum Thema Tierhandel auf einen Anbieter von Frostfutter gestoßen, der explizit angab, dass seine angebotenen Meerschweinchen und Kaninchen aus Zoohandlungen stammten. Es waren „Ladenhüter“, die nicht verkauft wurden. Ein solches Schicksal erleiden vermutlich auch unzählige Hamster, denn die Jungtiere wachsen schnell. Im Alter von drei Monaten sind sie nicht mehr klein und niedlich. Sie wollen eigene Reviere und kämpfen mit ihren Artgenossen. Für Händler sind zerbissene Tiere nahezu unverkäuflich, wenn sie die Hamster nicht vorher alle einzeln setzen können, aber durch den Weiterverkauf als Frostfutter können sie den Umsatzverlust etwas minimieren. Das macht aus Sicht eines Geschäftsmenschen Sinn, ist aber moralisch mehr als fragwürdig.

 

Ein Kauf aus Mitleid nützt zwar dem einzelnen Hamster, wenn er anschließend liebevoll umsorgt und ggf. gepäppelt wird, aber man muss sich vor Augen halten, dass dadurch noch schneller Platz für neue Artgenossen gemacht wird, die dasselbe Schicksal erleiden.

 

Wie ich bereits schrieb, sind Verluste von Anfang an einkalkuliert. Ich schätze, dass auf einen kerngesunden Hamster aus der Massenzucht mindestens ein toter oder zumindest schwacher Artgenosse kommt, da die hygienischen Verhältnisse miserabel sind und die Transporte zusätzliche Gefahren bergen. Durch die Tiertransporte quer durch Europa können sich ansteckende Krankheiten nämlich leicht verbreiten.

 

In den letzten Monaten wurden in Deutschland zwei Tiertransporte aufgehalten, die tausende Kleintiere, davon größtenteils Hamster, Ratten und Mäuse, beinhalteten. Die Tiere waren für Zoohandlungen und als Lebendfutter für Zoos bestimmt und stammten von Massenzüchtern oder Großhändlern aus Belgien und Tschechien, wo man es mit der Hygiene nicht so genau nahm. Labortechnisch bestätigte Krankheiten waren unter anderem Befall mit Kokzidien, Giardien, diverse Arten Würmer, Milben, Hautpilz und bei einigen Ratten sogar Salmonellen.

Notfall Troisdorf

Notfall Amberg

 

Jetzt werden Sie wahrscheinlich sagen: „Die wurden doch im Ausland gezüchtet! Was haben die Tiere in unseren Zoohandlungen damit zu tun?“

 

Im Ausland wird billiger produziert, weil dort andere Tierschutzgesetze gelten. Im oben verlinkten Video von „Report Mainz“ haben die Journalisten bewiesen, dass mehrere große Handelsketten in den Niederlanden die Tiere kaufen (lassen). Dort kontrolliert kein Schwein die Haltungsbedingungen und den Gesundheitszustand der Tiere. Daran wird sich auch nichts geändert haben, selbst wenn die Händler sich nun von einem anderen „kleinen Züchter aus der Gegend“ beliefern lassen.

 

Über die Transporte selbst sind mir nur wenige Infos bekannt. Bei den Notfällen in Troisdorf und Amberg waren hunderte Kleinnager zusammen in enge Holzkisten gesteckt worden, die man (wahrscheinlich aus Sicherheitsgründen) zugenagelt hatte. Für die Tiere war das gewaltiger Stress, weil sie sich in beengter Umgebung mit völlig fremden Artgenossen befanden und unter Hunger und Durst leiden mussten. Darüber freuten sich nur Keime aller Arten. Als die Mitarbeiter des Tierheim Troisdorf die rund 3000 Hamster mit Brecheisen aus ihren Kisten befreiten, waren hunderte Tiere bereits verendet. Dass solche Kisten auch beim Transport an deutsche Tierhändler verwendet werden, sieht man ebenfalls im Bericht von „Report Mainz“ (ab Minute 4.32 im Vordergrund). So ein Holz eignet sich bestenfalls zur einmaligen Verwendung, da es nicht vollständig desinfizierbar ist - wenn sich überhaupt die Mühe gamacht wird, die Kisten zu entkeimen.

 

 

Es wäre wünschenswert, wenn es in Zoohandlungen ausschließlich tiergerechtes Zubehör und Futter zu kaufen gäbe, und die Tiere nur in Tierheimen, Notstationen und bei Züchtern erhältlich wären, die ihren Namen verdient haben und Mindeststandards einhalten, die regelmäßig von Veterinären kontrolliert werden. Zur Seuchenprävention dürften keine Tiere ohne vorherige Quarantäne und ggf. gültige Impfungen unsere deutsche Grenze passieren, selbst wenn sie nur auf der Durchreise sind. Wird der Handel durch geschlossene Grenzen erschwert, wird er für unsere ansässigen Händler weniger attraktiv. Der Trend ginge dann vielleicht tatsächlich mehr zu regionalen Züchtern, die sich an die in Deutschland geltenden Tierschutzgesetze halten müssen.

 

Für alle Heimtiere in Privathaushalten müssten zusätzlich Haltungsbedingungen gesetzlich vorgeschrieben werden, die sich an den Empfehlungen der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz e.V. orientieren.

 

Außerdem müssten Käufer bereit sein, mehr für ihren zukünftigen Liebling auszugeben. Tiere sind keine Ramschware!

 

Niedrige Preise verlocken zu unüberlegten Käufen, und wenn ein Hamster aus Kostengründen angeschafft wird, weil er verglichen mit anderen Tieren günstig ist, besteht für ihn die Gefahr, dass er im Krankheitsfall nicht oder nur unzureichend medizinisch versorgt wird. Ein neuer Hamster kostet immerhin fast nichts...

 

Da seriöse Züchter nicht am Fließband produzieren, sondern ihren Weibchen mehrwöchige Pausen zwischen den Würfen gönnen, ist die logische Konsequenz, dass weniger Tiere auf den Markt kämen. Eine Wartezeit beugt Spontankäufen vor, die zukünftigen Halter können sich die Anschaffung noch einmal durch den Kopf gehen lassen und reflektieren, ob sie – je nach Tierart – mehrere Jahre oder gar Jahrzehnte für dieses Tier sorgen wollen und können.

 

 

Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe (ZZF), dem auch einige größere Handelsketten angehören, verpflichtet seine Mitglieder in den Heidelberger Beschlüssen zur Unterstützung von Tierheimen und führt eine Negativliste für Tierarten, deren Bedürfnisse von Privatpersonen in der Regel nicht erfüllt werden können. Das betrifft zum Beispiel Fischarten, die eine bestimmte Endgröße überschreiten und in kein handelsübliches Wohnzimmeraquarium passen.

 

Ebenso dürfen weder Hunde noch Katzen in der Zoohandlung verkauft werden. Auch tierschutzwidriges Zubehör wie Laufkugeln dürfen nicht beworben oder angeboten werden.

 

Das sind alles Schritte in die richtige Richtung. Leider fehlen klare Richtlinien, woher die Heimtiere für den Handel bezogen werden und was mit Tieren passiert, die niemand kauft. Bevor das nicht passiert ist, kann ich mich über die bisherigen Verbesserungen nicht wirklich freuen. Außerdem gelten die Heidelberger Beschlüsse nur für Mitglieder des ZZF, und bei dem sind nur ein Bruchteil der deutschen Zoohändler Mitglied. Die Zoohandlung in meinem Ort, die weiterhin Miniknäste verkauft, zum Beispiel nicht.

 

Letzten Endes trägt den Großteil der Verantwortung also der Käufer, da er direkten Einfluss auf die Nachfrage hat und sich vor der Anschaffung eines Tieres bei mehreren Quellen über dessen artgerechte Haltung informieren kann und das auch tun sollte.

 

Weitere Infos zum Thema Tierhandel und Zooläden finden Sie hier: http://www.gegen-zooladenkaeufe.de/